Saisonrückblick 2019/20

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    • Saisonrückblick 2019/20

      Saisonrückblick 2019/20

      Auch in dieser Saison will ich natürlich nicht darauf verzichten, alle Monate nochmal zusammenzufassen... :)

      Juni/Juli
      Die Füchse beenden eine Saison nach zahlreichen Verletztungen mit einem kleinen Happy End: Platz 6 bedeutet, dass man auch in der neuen Saison wieder im EHF-Pokal starten darf.
      Verabschiedet werden Malte Semisch (GWD Minden), Bjarki Elisson (TBV Lemgo) und Erik Schmidt (SC Magdeburg). Ausgeliehen werden Rolando Urios, Fredy Genz (beide nach Essen für ein Jahr) und Christoph Reissky (zum GWD Minden für ein Jahr). Marko Kopljar will sich 16 Monate nach seinem Achillessehnenriss wieder zurück ins Team kämpfen, braucht aber weiterhin noch etwas Zeit und fehlt bei den Testspielen.
      Die Testspiele gegen die unterklassigen Teams machen keinerlei Probleme, Simon Ernst steigt nach langer Pause wieder ins Teamtraining ein.

      August
      Die Testspiele gehen weiter, die Füchse werden beim Sparkassencup in Stuttgart Zweiter (nur eine Niederlage gegen Nantes), beim Heide-Cup tut sich unser Team als Titelverteidiger gegen Zweitligist HSV Hamburg sehr schwer (29:28 n.S) und verliert am Ende das Finale gegen Wetzlar.
      Schocknachricht im Sommer - Bei Holm wurde ein kleiner Meniskusschaden festgestellt, aber Zacke traf es ungleich härter. Er fällt mit einer Schulterverletzung eine lange Zeit aus und wird in dieser Saison nicht wieder zurückkommen.
      Mitte August geht’s dann wieder los mit dem DHB-Pokal, zum letzten Mal in der Form eines „First Four“-Turnieres, das die Füchse in Spenge gegen Drittligist Krefeld und Absteiger TuS N-Lübbecke gewinnen können, auch wenn das Finale gegen einen ambitionierten Zweitligisten durchaus auf Augenhöhe war und am Ende nur knapp mit 23:21 ausging.
      Ende August startet dann die Liga mit einem Auswärtsspiel in Leipzig, bei dem stark begonnen wurde, aber auch genauso stark nachgelassen wurde. Mit 23:24 (14:10) büßte man gleich am ersten Spieltag unerwartet zwei Punkte ein.
      Gegen Erlangen sehen einige Fans bereits Petko mit dem „Rücken zur Wand“, aber das Heimspiel gegen Erlangen konnte dann doch deutlich gewonnen werden.

      September
      Das Thema „Petko“ kocht immer wieder hoch bei der kommenden „Achterbahnfahrt“ im September. Insbesondere der mangelnde Einsatz von Stipe Mandalinic stößt bei vielen Fans auf Unverstädnis.
      Das Heimspiel gegen ein deutlich überlegendes Team aus Minden wurde klar verloren, dafür gelangen dann Erfolge bei Angstgegner Göppingen (28:25) und ein 11-Tore-Sieg gegen Stuttgart. Befürworter und Kritiker von Petko sind unter den Fans weiter am diskutieren.
      Die Füchse geben Mitte September weiter Gas: Lemgo und die Eulen haben keine Chance, die Füchse klettern weiter nach oben in der Tabelle.
      Erfreulich, dass Holm nach der Meniskusverletzung wieder gegen Göppingen auflaufen konnte. Auch Marko Kopljar meldet sich Ende September nach 18-monatiger Verletzungspause (Achillessehenriss) wieder zurück im Team.

      Oktober
      Anfang Oktober werden viele Fans nach dem durchwachsenen Saisonstart langsam wieder versöhnt, als der SC Magdeburg im Pokal-Achtelfinale ausgeschaltet werden konnte. Aber so ganz war das Wechselspiel von Licht und Schatten dann doch noch nicht vorbei:
      Das Spiel bei Meister Flensburg verlor man mit 23:27 und zeigte erneut, dass die Füchse wohl noch immer nicht bereit sind, um ganz oben angreifen zu können. Gegen den Bergischen HC dreht man dann einen Rückstand zu einem 27:24-Erfolg und verliert anschließend beim Aufsteiger aus Balingen (30:31).
      Hiobsbotschaft Mitte Oktober für Simon Ernst, der seinen dritten Kreuzbandriss erleidet, nachdem er sich gerade erst wieder ins Team zurückgekämpft hatte. Ob er seine Karriere fortsetzen kann, ist ungewiss.

      November
      Quo vadis, Füchse? Die ärgerlichen Punktverluste gegen die vermeindlich leichten Gegner schmerzten schon irgendwie, aber die Highlights konnten immer wieder Trostpflaster drüberkleben. Das nächste Trostpflaster gab es gegen die Rhein-Neckar-Löwen, die einmal mehr im Fuchsbau keinen Sieg erringen konnten (23:22). In Nordhorn gelang sogar ein 10-Tore-Erfolg und in Magdeburg gelang nach dem Pokalerfolg nun auch ein Sieg in der Liga (29:27). Die Füchse klettern zurück auf Platz 4 in der Tabelle.
      Die Auslosung im EHF-Pokal bescherte uns mit dem HK Malmö einen insgesamt dankbaren Gegner. Nach einem 34:27-Sieg in Malmö reichte ein 27:26 mit "gebremstem Schaum" zuhause, um die Gruppenphase zu erreichen. Am gleichen Tag wird unter Jubel bekannt gegeben, dass Berlin wieder Ausrichter des EHF-Pokal-Final Fours sein wird!
      Ende November/Anfang Dezember gibt es Melsungen im Doppelpack. In der Liga gelingt ein ungefährdeter 28:22-Heimsieg.

      Dezember
      Im Pokal gibt es nur eine Woche später dann die Retourkutsche in Melsungen. Im Viertelfinale ist diesmal nach einem 30:33 Schluss für die Fuchse.
      Torhüterproblem Anfang Dezember: Heine fällt mit Knieproblemen für zwei Wochen aus, Milo trifft es noch härter: Er muss am Knie operiert werden und fällt bis zur Rückrunde aus. Nun muss die Nummer drei ran: Martin Ziemer kann sich im Dezember für das Team auszeichnen.
      Bei der Wahl zu den Sportlern des Jahres kommt das Team auf den vierten Platz, Bob Hanning wird in der Kategorie "Bester Manager" Dritter.
      In Hannover gibt es beim 28:31 den nächsten Rückschlag für unser Team, doch erneut gibt es ein Trostpflaster als der Rekordmeister aus Kiel zuhause mit 29:28 besiegt werden konnte. Auch ein Nachholspiel gegen Wetzlar gewannen die Füchse und schlossen die Hinrunde als Vierter ab .
      Kurz vor Weihnachten gab's dann wieder Tristesse pur bei der (allerersten) 29:34-Niederlage in Erlangen. Am 2. Weihnachtstag hatte ein Handballkrimi gegen Leipzig mal wieder ein Happy End für unser Team (29:28).
      Auch in Stuttgart kam es wieder zu einer höchst spannenden Schlussphase: Stuttgart gelingt 5 Sekunden vor Schluss der Ausgleich, Petko nimmt die Auszeit - und innerhalb von 3-4 Sekunden läuft Lindberg an den Kreis, bekommt den Ball und versenkt ihn zum Siegtreffer!
      Das Kalenderjahr 2019 geht zuende und die Füchse sind nun Sechster, allerdings auch mit nur vier Punkten Rückstand zur Spitze - alle rücken dichter zusammen...
      Ende Dezember wird Fabian Wiede erfolgreich an der Schulter operiert, fällt aber auch erstmal längere Zeit aus.
    • Januar
      Im Januar gab es die EM-Pause. Deutschland verpasste nur knapp das Halbfinale und wurde trotz vieler Verletzten Fünfter. Nicht gut genug befand man und feuerte den Trainer. Christian Prokop. In den Startlöchern stand da bereits Alfred Gislasson, der den Posten übernahm. Das offene Tippspiel zur EM ging mit 69 Fans verschiedener Vereine zuende.
      Bei Testspielen im Januar unterlagen die Nicht-EM-Fahrer der Füchse bei Zweitligist Lübeck-Schwartau mit 26:29. Beim jährlichen Peugeot-Cup in Dessau wurde das Team diesmal Dritter.
      Ein Paukenschlag, der sich schon im September angekündigt hatte, startete offiziell am 1. Januar: Stefan Kretzschmar wird Sportvorstand der Füchse Berlin. Seine Bereiche sind Sport, Kommunikation und Sponsoring und der Vertrag läuft für vier Jahre.

      Februar
      Das neue Jahr begann diesmal gut für die Füchse! Siege gegen Balingen und bei den Eulen gaben genug Selbstvertrauen, um die beginnende Gruppenphase bei PAUC Aix-en-Provence erfolgreich zu bestehen (25:23). Einen kleinen Dämpfer gab es nur beim 27:27 gegen Tatabanya.
      Um die Füchse auf dem Weg zum Final Four und in der Liga weiter zu unterstützen, wurde der "Riese" Kristopans bis zum Saisonende verpflichtet, ein Coup, der Stefan Kretzschmar zugeschrieben wurde. Beim Spiel gegen Magdeburg gelang dann auch mit dem 25:24-Sieg der dritte Erfolg gegen Magdeburg in der Saison.
      Endgültig zurück in der Schusslinie war Trainer Petkovic aber wieder bei der zweiten vollkommen verdienten Niederlage bei GWD Minden, die mit 4 Punkten weniger auf einem Abstiegsplatz stehen würden.
      Auch das erste Spiel bei La Rioja mussten die Füchse mit 24:25 hergeben. Nun drohte sogar, das eigene Final Four zu verpassen!
      Die Füchse verspielen einmal mehr ihre gute Tabellenpositionen, allerdings kommt es beim kommenden Heimspiel gegen die abgeschlagenen Nordhorner (4:46 Punkte) noch dicker. Das Spiel geht vor heimischem Publikum mit 30:32 verloren, und die Füchse taumeln weiter abwärts in der Tabelle.
      Dies bleibt nicht folgenlos: Trainer Petkovic wird am 28. Februar vorzeitig entlassen. Nachfolger wird Michael Roth.

      März/April/Mai
      MIchael Roth übernahm und konnte gleich einen Erfolg verbuchen: Nach einem 7:12-Rückstand kam das Team gegen La Rioja im Rückspiel zurück und gewann am Ende deutlich mit 33:26.
      Es folgte ein knappes 26:26 beim Bergischen HC und eine 33:35-Niederlage gegen Flensburg.

      Dann veränderte sich alles. Die Corona-Pandemie erreichte den Handballsport und die Saison stand vor dem Abbruch. Trainer Roth erkrankte, aber ist mittlerweile glücklicherweise wieder genesen.
      Einige Rettungsversuche und Planspiele, wie man die Saison doch noch irgendwie retten und zuende spielen könnte, fanden keine Mehrheit.
      Die Abbruchtabelle wurde auf Basis der Quotientenregel erstellt (Pluspunkte am 12. März 2020, dividiert durch Anzahl absolvierter Spiele mit 100 multipliziert und auf eine Stelle nach dem Komma gerundet. Bei gleichem Quotienten entscheidet die Tordifferenz). Hieraus ergaben sich folgende Wertungen:
      THW Kiel ist Meister, Flensburg wird Zweiter. Die Tabellenplätze 3-5 berechtigen zur Teilnahme an der Euro League (vorher EHF Cup) 2020/21. Qualifiziert sind SC Magdeburg, TSV Hannover-Burgdorf, Rhein-Neckar Löwen.
      DIe Füchse fallen durch diese Regelung zurück auf den 6. Platz. Da auch der EHF-Pokalwettbewerb gestoppt wurde und das Final Four ausfällt, erhalten die Füchse allerdings Ende Mai für das internationale Geschäft in der kommenden Saison eine Wild-Card als "Trostpflaster" für die entgangenen Einnahmen.
      Abschiedsspiele für unsere Abgänge - natürlich in erster Linie für Silvio Heinevetter, der die Füchse nach 11 Jahren verlässt - gibt es nicht mehr. Der Verein bittet die Dauerkartenbesitzer auf Verzicht von Rückerstattungen und muss mit den Sponsoren für die nächste Saison verhandeln, um die Krise auch finanziell gut zu überstehen.
      Auch bei den Jugendmannschaften wurde die Saison vorzeitig beendet. Die A-Jugend profitierte dabei und wurde zusammen mit den Flensburgern Deutscher Jugendmeister 2020.
      Personelle Veränderungen werden nicht ausgeschlossen. Der Verein muss sparen - einen ersten Abgang gibt es im Mai mit Michael Müller, der den Vertrag vorzeitig auflöst.
      Wie, ob und wann eine neue Saison gestartet werden kann, ist noch völlig offen...